Lediglich in den Achsen Essen - Wuppertal und Wuppertal - Remscheid besteht ein Angebot mit Zügen der DB, das mit der Inbetriebnahme der zukünftigen S 9 zwischen Essen und Wuppertal gegenüber dem heutigen unzureichenden Standard deutlich verbessert wird. Als erster Anhaltspunkt für das zu erwartende Verkehrsaufkommen per Regiorapid zwischen Essen und Wuppertal können deshalb die Prognosen herangezogen werden, welche dem Projekt S 9 Essen - Wuppertal zugrunde liegen. So wurden für diese neue S-Bahn-Linie im Querschnitt südlich Langenberg (Rheinl.) für das Jahr 2005 rund 48.000 Fahrgäste pro Tag prognostiziert. Das Regiorapid-Projekt unterscheidet sich jedoch von der S 9 in 4 Punkten:
(1) Allein im Korridor Essen - Wuppertal erschließt der Regiorapid zusätzlich Wohngebiete mit weit über 100.000 Bewohnern, nämlich den Südosten von Essen, die Kernstadt von Velbert sowie die Stadt Wülfrath.
(2) Durch den Streckenast vom Flughafen Düsseldorf über den ICE-Bahnhof Düsseldorf Flughafen, über die Stadt Ratingen (ca. 100.000 Einwohner) und die Stadt Heiligenhaus (ca. 30.000 Einwohner) kommt ein zusätzliches hohes Fahrgastpotential hinzu.
(3) Der Regiorapid erzielt aus dem Raum Velbert deutlich kürzere Fahrzeiten nach Essen und Wuppertal als die S 9, so daß die Verkehrsverlagerung vom Auto hin zum spurgebundenen Verkehr wesentlich höher ausfällt.
(4) Der Regiorapid besitzt ein höherwertiges Image als die S-Bahn.
Somit kann mit einer signifikant höheren Fahrgastzahl als bei der S 9 gerechnet werden.