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Regiorapid-Anwendungsstrecke Stuttgart - Flughafen - Tübingen



Lücke im Schienenverkehr des Großraums Stuttgart
Linienführung und Haltestellen des Regiorapid von Stuttgart nach Tübingen
Technische Daten und Kosten der Regiorapid-Strecke Stuttgart - Tübingen
Fahrzeiten des Regiorapid Stuttgart - Tübingen
Betriebskonzept des Regiorapid Stuttgart - Tübingen
Optimierung des Projekts "Stuttgart 21" durch die Regiorapid-Strecke
Direkte S-Bahn vom Flughafen nach Esslingen und Einbindung der Gäubahn

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Fahrgastaufkommen der beiden Regiorapid-Anwendungsstrecken

Lücke im Schienenverkehr des Großraums Stuttgart

Die Eisenbahn kann zwischen Stuttgart und Tübingen das vorhandene und ständig steigende Verkehrsbedürfnis nicht decken, denn die Bahnstrecke beschreibt zwischen Stuttgart Hbf und Tübingen Hbf einen Umweg von 130% (!) gegenüber der Luftlinie (siehe Abbildung 3). Eine Schienenverbindung auf direktem Weg wurde zwar immer wieder gefordert, aber sie wäre aufgrund der topographischen Gegebenheiten extrem teuer und somit vermutlich kaum wirtschaftlich. Wie wichtig eine solche Bahnstrecke ohne Umweg zwischen Stuttgart und Tübingen an sich wäre, zeigt der starke Verkehrszuwachs auf der direkt verlaufenden Schnellstraße B 27 in den letzen Jahren.

Linienführung und Haltestellen des Regiorapid von Stuttgart nach Tübingen



Abschnitt von Stuttgart Hbf bis Stuttgart Flughafen
Abschnitt von Stuttgart Flughafen bis Tübingen
Regiorapid-Bahnhof Stuttgart Hauptbahnhof

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Technische Daten und Kosten der Regiorapid-Strecke Stuttgart - Tübingen

Abschnitt von Stuttgart Hbf bis Stuttgart Flughafen

Die Regiorapid-Trasse hat ihren Startpunkt in Stuttgart Hbf. Sie verläßt in einem rund 2 km langen, fast 10% steilen Tunnel den Stuttgarter Talkessel in Richtung Süden. Anschließend verläuft sie vorbei am Fernsehturm nach Stuttgart-Degerloch. Zur Durchfahrung dieses Stadtteils sind noch zwei kurze Tunnels erforderlich, bis die Schnellstraße B 27 erreicht ist. Die Magnetbahn folgt nun dieser autobahnartigen Straße in möglichst enger Trassenbündelung. Im Bereich der Schnittpunkte von B 27 und Plieninger Straße bzw. U-Bahnlinie U 3 befindet sich eine Zwischenhaltestelle, die sowohl der Hauptverwaltung von DaimlerChrysler als auch dem SI-Zentrum (Musical-Hallen, Kinos etc.) einen unmittelbaren Regiorapid-Anschluß verschafft. Südlich dieser Haltestelle, die beispielsweise den Namen Stuttgart DaimlerChrysler erhalten könnte, schwenkt die Trasse leicht nach Osten und verläuft aufgeständert entlang der Schelmenwasenstraße durch das Gewerbegebiet Fasanenhof Ost, wo sich der nächste Haltebahnhof befindet. Danach führt die Magnetbahn-Strecke an die Autobahn A 8 in Richtung Flughafen heran. Die aufgeständerte Station Stuttgart Flughafen befindet sich unmittelbar neben dem Flughafen-Terminal.

Abschnitt von Stuttgart Flughafen bis Tübingen

Südlich des Flughafen-Terminals schwenkt die Regiorapid-Trasse wieder zur B 27 und verläuft entlang dieser Schnellstraße in Richtung Tübingen/Reutlingen. Zwischen den Stadtteilen Bonlanden und Harthausen befindet sich der Bahnhof Filderstadt. Ab der Abzweigung der Bundesstraße B 464 von der B 27 verläuft die neue Linie entlang der B 464 bis nördlich Reutlingen, um dann in einer Rechtskurve von dieser Straße abzuschwenken. Östlich Degerschlacht entsteht ein neuer Bahnhof Reutlingen Regiorapid, der über eine große Park-and-Ride-Anlage verfügt und Anschlüsse zu den Regional- und Stadtbussen aus Reutlingen, Pfullingen und Metzingen schafft. Anschließend folgt die Magnetbahn einer Hochspannungs-Trasse, bis westlich Reutlingen die B 28 erreicht wird. Der weitere Verlauf führt entlang der B 28 in etwa bis zum Tübinger Stadtrand, wo eine kurze Steilrampe erforderlich ist. Über das relativ großflächige Bahngelände des Tübinger Rangierbahnhofs erreicht der Regiorapid schließlich den Eisenbahn-Knoten Tübingen Hbf.

Die Bündelung des neuen Verkehrswegs mit bestehenden Straßen beschleunigt Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren, da schützenswerte Naturräume von einer Neuzerschneidung verschont bleiben.

Mit dieser Regiorapid-Strecke erhält die Universitäts- und Verwaltungsstadt Tübingen, die sich durch ein überproportional hohes Flugverkehrs-Aufkommen auszeichnet, einen schnellen und direkten Anschluß zum Stuttgarter Flughafen und in die Landeshauptstadt. Dagegen würde bei der bisherigen Planung im Rahmen von "Stuttgart 21" der zeitraubende Umweg bestehen bleiben, den die kurvenreiche Eisenbahnstrecke von Tübingen über Metzingen und Nürtingen bis Wendlingen plus die geplante Neubaustrecke bis zum Flughafen und in die Stuttgarter City macht (siehe Abbildung 3).

Regiorapid-Bahnhof Stuttgart Hauptbahnhof

Für die Lage des Regiorapid-Bahnhofs Stuttgart Hbf gibt es drei prinzipielle Möglichkeiten: (1) unterirdisch entlang des geplanten Tiefbahnhofs des Projekts "Stuttgart 21", (2) ebenerdig neben dem Schloßgarten und (3) in einfacher Hochlage. Bei den Lösungen (2) und (3) liegt der Bahnhof parallel zur Schillerstraße, so daß er den Bonatzbau gar nicht berührt. Die gesamte Verkehrsanlage für den Regiorapid weist, sofern sie im Stuttgarter Talkessel überhaupt sichtbar ist, nur geringe Dimensionen auf: Der Bahnhof besteht lediglich aus zwei Gleisen und einem Mittelbahnsteig, die anschließende Magnetbahn-Strecke, die eingleisig ist, überquert als schmale Brücke den Gebhard-Müller-Platz und verschwindet am Beginn des Wagenburgtunnels ebenfalls in einem Tunnel.

Technische Daten und Kosten der Regiorapid-Strecke Stuttgart - Tübingen

Die gesamte Strecke von Stuttgart Hbf bis Tübingen hat eine Länge von 48,5 km. Der kleinste Haltestellenabstand (von "DaimlerChrysler" bis "Fasanenhof Ost") beträgt rund 1,5 km, die längste Distanz zwischen zwei Haltestellen (Filderstadt - Reutlingen) rund 17 km.

Nur 3,7 km der gesamten Trasse verlaufen im Tunnel, was lediglich knapp 8% der Streckenlänge entspricht. Während die Tunnelabschnitte der Magnetbahn nur eingleisig sind, benötigt die geplante ICE-Strecke zwischen Stuttgart Hbf und Stuttgart Flughafen zweigleisige Tunnels von rund 11 km Länge. Somit ist die Länge der Gleise mit unterirdischem Verlauf bei der ICE-Trasse rund 6 mal so groß wie bei der Regiorapid-Strecke.

Mit Ausnahme von wenigen kurzen Teilstücken, die eben verlaufen, wechseln sich bei der Regiorapid-Trasse ständig Abschnitte mit Steigungen und Gefälle ab. Die größte Steigung weist die Tunnelstrecke unter dem Südhang des Stuttgarter Talkessels auf, wo mit einer Gradiente von bis zu 9,3% ein Höhenunterschied von 230 m überwunden wird. Im weiteren Verlauf finden sich mehrere Steilrampen mit 4 bis 5% und am Stadtrand von Tübingen sogar von 6%.

Auf dem Weg von Stuttgart Hbf nach Tübingen erreicht der Regiorapid eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h, wobei die Durchschnittsgeschwindigkeit 133 km/h beträgt. Dieses Durchschnitts-Tempo ist durchaus mit dem von ICE-Zügen vergleichbar. So fährt der ICE auf der vollständig aus- und neugebauten Strecke zwischen Stuttgart Hbf und Frankfurt Hbf bei einem Zwischenhalt in Mannheim mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 141 km/h. Die Haltestellen-Abstände liegen hier bei rund 110 km bzw. 80 km, während der Regiorapid am Neckar im Schnitt alle 8 km anhält. Diese Magnetbahn stellt somit einen "Regionalverkehr im ICE-Tempo" dar.

Für den Bau des Abschnitts von Stuttgart Hbf bis Stuttgart Flughafen sind rund 0,4 Mrd. DM zu kalkulieren. Die Gesamtstrecke Stuttgart - Tübingen kostet rund 1,2 Mrd. DM, was weniger als einem Zehntel der veranschlagten Summe für den "Metrorapid" im Ruhrgebiet entspricht.

Fahrzeiten des Regiorapid Stuttgart - Tübingen

Für die Fahrtstrecke von Stuttgart Hbf nach Tübingen benötigt der Regiorapid knapp 22 Minuten. Die Magnetbahn-Fahrt von Stuttgart Hauptbahnhof zum Flughafen verkürzt sich gegenüber der heutigen Anreise per S-Bahn um fast drei Viertel, von Stuttgart nach Reutlingen wie auch nach Tübingen wird die Fahrzeit, verglichen mit der heutigen Zugfahrt, um etwa die Hälfte bis zwei Drittel reduziert. Doch die größten prozentualen Verkürzungen ergeben sich von Stuttgart Hbf zu den Stationen DaimlerChrysler und Fasanenhof Ost: Die Fahrzeiten reduzieren sich hier um fünf Sechstel.

Tab. 4: Fahrzeiten des Regiorapid (incl. 10% Reserve)
im Vergleich zum heutigen Schienenverkehr
von Stuttgart Hbf nachFahrzeit
Regiorapid
Fahrzeit
heute
Einspa-
rung
Stuttgart DaimlerChrysler
bzw. SI-Centrum3 min 44 sec23 min84%
Stuttgart Fasanenhof Ost5 min 14 sec29 min82%
Stuttgart Flughafen7 min 36 sec27 min72%
Filderstadt11 min 13 sec--
Reutlingen Regiorapid bzw. Hbf17 min 14 sec32 min*46%
50 min**66%
Tübingen Hbf21 min 51 sec43 min*49%
61 min**64%

* nur alle 2 Stunden
** alle 60 min

Die Fahrt mit dem Regiorapid vom Stuttgarter Flughafen zum Hauptbahnhof und umgekehrt dauert nur 7 1/2 min und ist somit trotz zweier Zwischenstationen sogar um eine halbe Minute kürzer als die Non-Stop-Fahrt per ICE auf der im Rahmen von "Stuttgart 21" geplanten Rad-Schiene-Trasse. Doch die tatsächliche Reisezeit-Einsparung ist noch viel größer. Denn die Magnetbahn-Station "Stuttgart Flughafen" befindet sich unmittelbar neben dem Flughafen-Terminal, während der im Rahmen von "Stuttgart 21" vorgesehene ICE-Bahnhof am Stuttgarter Airport noch einen 7-minütigen Fußweg ab dem Flughafen-Terminal incl. 3 Minuten Rolltreppenfahrt bis zum ICE-Bahnsteig verlangt. Wenn die Fluggäste die Wahl zwischen Regiorapid und ICE hätten, so würde ein in Stuttgart gelandeter Fluggast per Magnetbahn dann schon am Hauptbahnhof ankommen, wenn der ICE-Passagier zu Fuß gerade einmal den ICE-Bahnsteig des Flughafen-Bahnhofs erreicht hätte.

Betriebskonzept des Regiorapid Stuttgart - Tübingen

Um ein attraktives Angebot zu schaffen, ist auf der gesamten Strecke von Stuttgart Hbf bis Tübingen Hbf ganztägig ein 12-min-Takt sinnvoll. Dadurch finden die Begegnungen der Züge beider Fahrtrichtungen ("Zugkreuzungen") alle 6 min statt. Wenn man festlegt, daß sich ab Stuttgart Hbf die Züge zum ersten Mal im Bahnhof Fasanenhof Ost begegnen, so ergeben sich die restlichen Zugkreuzungen exakt in den Bahnhöfen Filderstadt und Reutlingen Regiorapid. Die drei genannten Kreuzungsbahnhöfe müssen deshalb auf jeden Fall zweigleisig sein. Für den Betriebsablauf ist es jedoch vorteilhaft, wenn auch die übrigen Bahnhöfe über zwei Gleise verfügen, damit Zugverspätungen besser abgefangen werden können. Die Teilstrecke zwischen zwei benachbarten Bahnhöfen kann dagegen durchaus eingleisig sein. Dadurch werden die Kosten des gesamten Fahrweges, incl. der erforderlichen Tunnels gegenüber einer zweigleisigen Trasse stark reduziert.

Indem der Regiorapid von Stuttgart nach Tübingen im 12-min-Takt fährt, ergibt sich gegenüber dem jetzigen Zug-Angebot ein weiterer Vorteil, denn heute verkehrt nur jede Stunde ein RE-Zug mit zahlreichen Zwischenhalten sowie alle 2 Stunden ein weiterer Zug, der unterwegs nur in Reutlingen Hbf hält.

Es ist zu erwarten, daß der Fahrgast-Andrang im Abschnitt zwischen Stuttgart Hbf und Flughafen größer ist als auf der restlichen Strecke zwischen Stuttgart Flughafen und Tübingen Hbf. Deshalb muß die Möglichkeit bestehen, im Flughafen-Bahnhof die Regiorapid-Züge dem unterschiedlichen Fahrgast-Aufkommen anzupassen, indem ein Zugteil abgehängt bzw. angekuppelt wird.

Optimierung des Projekts "Stuttgart 21" durch die Regiorapid-Strecke

Die Neuordnung des Eisenbahnknotens Stuttgart wurde in den letzten Jahren mit immer neuen Anforderungen überfrachtet. Als Folge davon werden immer weitere öffentliche Mittel von Bund, Land, Stadt und Region zur Weiterführung des Projekts angesetzt. Inzwischen haben die geplanten Investitionen ein Niveau erreicht, das die Realisierung des Gesamtprojekts ernsthaft gefährdet.

Wenn der Flughafen Stuttgart durch den Regiorapid erschlossen wird, braucht die ICE-Neubaustrecke Stuttgart Hbf - Ulm, anders als beim bisherigen Projekt "Stuttgart 21", nicht über den Stuttgarter Flughafen geführt zu werden. Vielmehr kann die ICE-Trasse direkt über Esslingen-Mettingen nach Denkendorf und dann, wie geplant, weiter entlang der A 8 bis Ulm verlaufen. Diese Strecken-Alternative ist nicht nur 5,5 km kürzer, sondern kommt gegenüber der bisher geplanten Trasse mit deutlich kürzeren Tunnels aus. Dadurch reduzieren sich die Baukosten um rund 0,5 Mrd. DM.

Durch diesen veränderten Streckenverlauf wird zugleich die Fahrdynamik der ICE-Züge stark verbessert: Bei der bisherigen Planung von "Stuttgart 21" müssen die Züge ab Stuttgart Hbf "aus dem Stand" einen Höhenunterschied von über 150 m bis Stuttgart Flughafen bewältigen, was zu einer relativ geringen Geschwindigkeit führt. Bei der Alternativ-Lösung steht den ICE-Zügen hingegen auf einer Länge von gut 11 km eine ebene Strecke zur Verfügung, bis die Steigung nach Denkendorf (Höhenunterschied: lediglich 80 m) beginnt. Auf dieser "Anlaufstrecke" erreichen die ICE-Züge fast ihre Höchstgeschwindigkeit, so daß sie die anschließende kleine Höhenrampe "mit Schwung" und somit fast ohne Geschwindigkeitseinbuße überwinden können.

Durch die kürzere, fahrdynamisch günstigere Trassenführung über Esslingen-Mettingen und den Wegfall des Zwischenhalts am Flughafen ergibt sich im Vergleich zur aktuellen ICE-Planung zwischen Stuttgart und Ulm eine Fahrzeitverkürzung um 8 Minuten oder 25%, was ein entsprechend höheres Fahrgast-Aufkommen mit höheren Erlösen für die DB AG bewirkt. Zusammen mit den deutlich reduzierten Baukosten führt dieser erhöhte Nutzen dazu, daß die Wirtschaftlichkeit der ICE-Strecke Stuttgart - Ulm stark verbessert wird. Diese "schlanke" Trassenführung zeigte die Studie "Stuttgart - Die Eisenbahn als Stadtkatalysator" schon im Jahr 1990, bei der erstmals der Umbau des Bahnknotens und das Freisetzen von 100 ha Fläche für städtebauliche und landschaftliche Regeneration der Stadt vorgestellt wurde.

Da die Finanzierung des Projekts "Stuttgart 21" noch längst nicht gesichert ist und das ganze Vorhaben an dieser Frage weiterhin zu scheitern droht, kann die vorgeschlagene Regiorapid-Strecke in Kombination mit der modifizierten ICE-Trassenführung einen entscheidenden Beitrag zur Realisierung von "Stuttgart 21" leisten.


Direkte S-Bahn vom Flughafen nach Esslingen und Einbindung der Gäubahn

Derzeit ist in der Verkehrsplanung noch offen, wohin die zwischen Stuttgart Flughafen und Filderstadt-Bernhausen im Bau befindliche S-Bahn-Strecke verlängert werden soll. Für diese S-Bahn-Verlängerung kommen zwei Varianten in Frage: (1) nach Osten über Neuhausen in Richtung Neckar- und Filstal oder (2) nach Süden ins Neckartal bzw. in den Raum Reutlingen/Tübingen. Mit der Magnetbahn Stuttgart - Tübingen wird diese Trassenfrage eindeutig entschieden, denn durch den Regiorapid wird eine mögliche S-Bahn über Filderstadt nach Reutlingen und Tübingen überflüssig. Somit bleibt nur noch die Variante (1) übrig.

Diese Lösung läßt sich ideal mit der modifizierten ICE-Trasse Stuttgart - Ulm kombinieren, indem die verlängerte S-Bahn-Strecke in einer Linkskurve bei Denkendorf in die ICE-Gleise einmündet und südlich Esslingen-Mettingen eine S-Bahn-Verbindungskurve auf die Altstrecke in Richtung Esslingen - Plochingen - Göppingen gebaut wird (siehe Abbildung 3). Dadurch kann eine direkte S-Bahn-Linie eingerichtet werden, die möglicherweise bereits in Böblingen beginnt und über den Flughafen nach Esslingen und weiter ins Filstal führt.

Mit dem genannten Schienen-Lückenschluß zwischen Bernhausen und Neuhausen ist wie beim bisherigen Projekt "Stuttgart 21" gewährleistet, daß die Züge der Gäubahn, insbesondere die ICE-Züge Zürich - Stuttgart, über den Flughafen geführt werden können. Die "Gäubahn-Züge", die über Esslingen-Mettingen den Stuttgarter Hauptbahnhof erreichen, befahren in diesem Fall die S-Bahn-Strecke auch im Abschnitt Flughafen - Neuhausen - Denkendorf und nicht nur, wie bisher geplant, zwischen Stuttgart-Rohr und dem Flughafen.

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