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Regiorapid-Anwendungsstrecke von Essen über Velbert nach Düsseldorf und Remscheid



Bahnstrecken im Korridor Essen - Velbert - Düsseldorf/Remscheid nicht konkurrenzfähig bzw. gar nicht vorhanden
Linienführung und Haltestellen des Regiorapid von Essen bis Düsseldorf und Remscheid
Technische Daten und Kosten der Regiorapid-Strecke Essen - Düsseldorf/Remscheid
Fahrzeiten des Regiorapid Essen - Düsseldorf/Remscheid
Betriebs- und Linienkonzept des Regiorapid
Kombination von Regiorapid und Schienenverkehr

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Regiorapid-Anwendungsstrecke Stuttgart - Flughafen - Tübingen

Bahnstrecken im Korridor Essen - Velbert - Düsseldorf/Remscheid nicht konkurrenzfähig bzw. gar nicht vorhanden

Die Kernstadt von Velbert (ca. 55.000 Einwohner) hat seit Jahrzehnten keine Anbindung mehr an den Schienen-Personenverkehr und ist somit die größte Stadt in ganz Deutschland ohne Eisenbahn. Auch die Städte Heiligenhaus und Wülfrath (beide ca. 30.000 Einwohner) werden schon lange nicht mehr von Personenzügen bedient. Die starken Verkehrsströme von Velbert, Heiligenhaus und Wülfrath zur Landeshauptstadt Düsseldorf können deshalb nur auf der Straße abgewickelt werden, wo nicht nur die Pkws, sondern auch die Linien-Omnibusse häufig im Stau steckenbleiben. Es gibt zwar Überlegungen, die ursprünglich vorhandenen Bahnlinien von Kettwig über Heiligenhaus nach Velbert und weiter nach Wülfrath wie auch von Ratingen durch das Angertal nach Wülfrath und weiter nach Mettmann bzw. Wuppertal zu reaktivieren und mit modernen Stadtbahnzügen zu bedienen. Doch es ist fraglich, ob diese Strecken-Reaktivierungen genügen, um ein Bahnangebot zu schaffen, das mit dem Autoverkehr tatsächlich konkurrenzfähig ist. Denn beide Strecken weisen eine kurvenreiche Trassierung und großräumige eine Zick-Zack-Linienführung auf, während die Straßen mit großzügiger Linienführung direkt verlaufen.

Die bestehende Bahnstrecke von Essen nach Wuppertal, die derzeit zur S-Bahn (S 9) ausgebaut wird, führt zum Teil durch Täler mit relativ wenigen Einwohnern, während die Siedlungsschwerpunkte meist abseits der Bahnlinie auf Höhenrücken liegen. Die Kernstadt von Velbert wird so nicht wirklich erschlossen, sondern müßte mit Zubringerbussen über eine Entfernung von ca. 6 km an die S-Bahn angebunden werden. Die vorhandene bzw. geplante Schnellstraße B 224 verläuft dagegen direkt und unmittelbar an Velbert-Mitte vorbei. Ebenso liegt die Stadt Wülfrath weit abseits der zukünftigen S 9, während sie mit der B 224 optimal an das Straßennetz, insbesondere Richtung Wuppertal, angebunden ist.

Aufgrund der Trassenführung entlang der Täler beschreibt die Bahnlinie zwischen Wuppertal und Remscheid erhebliche Umwege. So beträgt heute die Fahrzeit der Züge von Wuppertal Hbf nach Remscheid Hbf rund 30 min. Angesichts einer Luftlinien-Distanz von gerade 9 km ergibt dies eine Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 18 km/h, also lediglich das Tempo eines modernen Fahrrads. Selbst eine mögliche S-Bahn würde, da sie zusätzliche Unterwegsbahnhöfe bedienen wird, dieselbe lange Fahrzeit benötigen. Somit ist der schienengebundene Verkehr in keiner Weise mit dem attraktiven Netz von Autobahnen und Schnellstraßen im Raum Wuppertal - Remscheid konkurrenzfähig.

Linienführung und Haltestellen des Regiorapid von Essen bis Düsseldorf und Remscheid

vgl. auch Abbildung 1

Die drei Verkehrsachsen Essen - Velbert - Düsseldorf, Essen - Velbert - Wuppertal - Remscheid und Düsseldorf - Wuppertal - Remscheid lassen sich mit einem sternförmigen Regiorapid-Konzept bedienen, dessen drei "Strahlen" im Raum Heiligenhaus-Velbert beginnen und über Essen-Kupferdreh nach Essen Hbf, über Ratingen zum Flughafen Düsseldorf und durch das Bergische Land über Wülfrath und Wuppertal nach Remscheid verlaufen.

Im folgenden werden die konkrete Linienführung und die einzelnen Haltestellen des Regiorapid näher beschrieben, wobei die Betrachtung von Nord nach Süd erfolgt.


Abschnitt von Essen bis Heiligenhaus-Velbert
Abschnitt von Heiligenhaus-Velbert bis Düsseldorf Flughafen
Abschnitt von Heiligenhaus-Velbert bis Wuppertal
Abschnitt von Wuppertal bis Remscheid

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Technische Daten und Kosten der Regiorapid-Strecke Essen - Düsseldorf/Remscheid

Abschnitt von Essen bis Heiligenhaus-Velbert

Der Regiorapid-Ast mit Startpunkt in Essen Hbf unterquert östlich des Hauptbahnhofs die Gleisanlagen und schwenkt im Tunnel beim Ostfriedhof unter die Ruhr-Allee ein. Der Tunnel endet an der Kreuzung der Ruhr-Allee mit der Töpferstraße bzw. Huttropstraße. An dieser Stelle sowie an der Kreuzung mit der Hohefuhrstraße liegen die Regiorapid-Haltepunkte Essen-Huttropstraße und Essen-Bergerhausen, die den hinsichtlich U-Bahn und S-Bahn unterversorgten Essener Südosten erschließen. Um die vorhandene starke Lärmbelastung durch den Straßenverkehr zu beseitigen, bietet es sich an, den schon lange diskutierten Straßentunnel für die Ruhr-Allee im Abschnitt zwischen Töpferstraße und Westfalenstraße zu realisieren. An der Oberfläche verbleibt dann nur noch der querende bzw. abbiegende Autoverkehr; neu hinzu kommt stattdessen der geräuschlos fahrende Regiorapid, der hier dank seiner Zwischenhalte allenfalls eine Geschwindigkeit von 100 bis 120 km/h erreicht und auf einer aufgeständerten Fahrbahn verkehrt.

Nahe der Kreuzung der Ruhr-Allee mit der Frankenstraße quert die Magnetbahn auf einer Brücke die Ruhr, verläuft entlang der Maria-Juchacz-Straße und schwenkt dann an die Bahnlinie Essen - Wuppertal heran, der sie in enger Trassenbündelung bis Essen-Kupferdreh folgt. In diesem Abschnitt sind wiederum zwei Haltestellen vorgesehen, und zwar Essen-Holthausen und Essen-Kupferdreh, die nach Möglichkeit ein bahnsteig-gleiches Umsteigen zwischen dem Regiorapid und den RB-Zügen der Relation Essen-Steele - Langenberg (Rheinl.) - Wuppertal (zukünftige S 9) zulassen sollten.

Von Essen-Kupferdreh nach Velbert folgt die Regiorapid-Strecke der geplanten bzw. der bereits vorhandenen Schnellstraße B 224, um in einer Rechtskurve in die Trasse der stillgelegten Bahnlinie in Richtung Heiligenhaus einzubiegen. In fußläufiger Entfernung zum Stadtzentrum Velbert befindet sich der Bahnhof Velbert-Nord.

An der Stadtgrenze zwischen Heiligenhaus und Velbert wird der Bahnhof Heiligenhaus-Velbert gebaut, in dem sich die Regiorapid-Linie in die beiden Äste nach Düsseldorf und nach Wuppertal und Remscheid verzweigt. Damit dieser Bahnhof auch für Autofahrer aus Heiligenhaus und Velbert attraktiv ist, erhält er eine große Park-and-Ride-Anlage. Außerdem sind hier optimale Anschlüsse zu den Regional- und Stadtbussen zu schaffen.

Abschnitt von Heiligenhaus-Velbert bis Düsseldorf Flughafen

Ab Heiligenhaus-Velbert folgt der Düsseldorfer Magnetbahn-Ast in enger Trassenbündelung der geplanten und ab dem Autobahnkreuz Ratingen-Ost bereits vorhandenen Autobahn A 44. Südöstlich Ratingen schwenkt die Regiorapid-Strecke an die S-Bahn Essen - Düsseldorf (S 6) heran. Der Regiorapid-Bahnhof Ratingen Süd bietet optimale Verknüpfungen sowohl mit der S-Bahn-Linie S 6 (siehe unten) als auch mit der Straßenbahn-Linie 712 Ratingen - Volmerswerth, die am Schnittpunkt mit der Regiorapid-Strecke eine neue Haltestelle erhält.

Die Magnetbahn folgt der S-Bahn in Richtung Düsseldorf-Rath und erreicht in einer langgezogenen Rechtskurve südlich des Silbersees wieder die A 44, der sie bis zum Flughafen Düsseldorf folgt. An der Brücke dieser Autobahn über die Bahnstrecke Düsseldorf - Duisburg und zugleich unmittelbar südlich des neuen DB-Bahnhofs Düsseldorf Flughafen liegt der Regiorapid-Bahnhof Düsseldorf Flughafen ICE. Hier bestehen Übergangsmöglichkeiten zu den ICE-, EC-, IC-, RE- und RB-Zügen wie auch zur S 1 nach Duisburg. Die Regiorapid-Strecke endet schließlich im Bahnhof Düsseldorf Flughafen Terminal, wo nicht nur auf die Flugzeuge, sondern auch auf die S-Bahn-Linie S 7 umgestiegen werden kann.

Abschnitt von Heiligenhaus-Velbert bis Wuppertal

Ab dem Bahnhof Heiligenhaus-Velbert verläuft der Magnetbahn-Ast in Richtung Wuppertal und Remscheid nach Süden und erreicht am westlichen Ortsrand von Rohdenhaus die Güterzugstrecke Ratingen - Wülfrath, der die Magnetbahn in etwa folgt. Im Stadtgebiet von Wülfrath benutzt die Regiorapid-Trasse weitgehend das vorhandene Eisenbahn-Gelände. Nahe des Stadtkerns liegt der Haltepunkt Wülfrath, der gegenüber dem ehemaligen Bahnhof Wülfrath leicht nach Westen verschoben ist.

In Wülfrath führt die Trasse nach Osten, wobei sie in etwa der inzwischen abgebauten Eisenbahnstrecke folgt, die nach Wuppertal-Vohwinkel geführt hatte. Bei Schlupkothen wird die großzügig trassierte Schnellstraße B 224 erreicht, der die Magnetbahn, eng gebündelt, in Richtung Wuppertal folgt. Südlich der Kreuzung der B 224 mit der Düsseldorfer Straße schwenkt die Regiorapid-Strecke von der Schnellstraße in einer Linkskurve ab und quert hierbei - überwiegend aufgeständert bzw. mit einem kurzen Tunnel - ausgedehnte Industrieanlagen in Wuppertal-Varresbeck sowie das Bayer-Gelände, bis sie am Fuße der Hindenburghöhe in die Bahnstrecke Düsseldorf - Wuppertal einmündet. Auf dieser Bahnlinie, deren nördlichste Gleisachse für den Regiorapid verwendet wird, verläuft die Magnetbahn bis Wuppertal Hbf.

Abschnitt von Wuppertal bis Remscheid

Die Regiorapid-Trasse ab Wuppertal Hbf benutzt noch auf ca. 500 m Länge die Bahnstrecke in Richtung Hagen mit, um dann in einer Rechtskurve in Richtung Wuppertal-Lichtscheid abzubiegen und hierbei auf einer Brücke das Tal des Bendahler Bachs zu queren. Hier befindet sich der steilste Streckenabschnitt, der mit 12% Steigung fast einer Zahnradbahn entspricht und insgesamt einen Höhenunterschied von rund 180 m überwindet. Am Ende dieser Steigung liegt der Regiorapid-Bahnhof Wuppertal-Lichtscheid, und zwar genau zwischen der Hauptverwaltung der Barmer Ersatzkasse und dem Technologiepark Wuppertal, so daß beide arbeitsplatz-intensiven Einrichtungen optimal erschlossen werden. Es folgt ein Trassenverlauf über freies Feld und anschließend unterirdisch durch Wuppertal-Ronsdorf. Hier befindet sich unter der Marktstraße der Tiefbahnhof Wuppertal-Ronsdorf in zentraler Lage. Nach dem Tunnelende am südwestlichen Siedlungsrand verläuft die Magnetbahn zwischen den Ortsteilen Westen und Grund hindurch und erreicht mit großem Gefälle den Talgrund des Morsbachtals, das mit einer relativ flachen Brücke gequert wird. Danach beginnt eine Steilrampe durch das Ibachtal hinauf nach Remscheid.

Im Stadtgebiet von Remscheid sind zwei Alternativen bezüglich der Trassenführung möglich:

(1) eine Variante mit relativ geringer Tunnellänge, aber ohne fußläufige Erschließung des Zentrums von Remscheid:

Nachdem das Industriegelände am Talschluß des Ibachtals auf einer steilen Brücke gequert ist, wird der Bahnhof Remscheid-Hasten erreicht, der sich zwischen der Hammesberger Straße und der Eberhardstraße befindet. Hier beginnt zugleich ein Tunnel bis zum Bahnhof Remscheid-Büchen, der direkt an der bestehenden Bahnlinie Solingen - Remscheid liegt. Dieser Strecke folgt die Regiorapid-Trasse sodann bis Remscheid Hbf, dem Linien-Endpunkt

(2) eine Variante mit optimaler Erschließung des Zentrums von Remscheid, aber auch mit größerer Tunnellänge:

Am Talschluß des Ibachtals, östlich des Industriegeländes an der Hammesberger Straße, beginnt in einer Linkskurve ein Tunnel, der sich unter der Eberhardstraße fortsetzt und den unteridischen Bahnhof Remscheid Nord umfaßt, an der Kreuzung mit der Wilhelmstraße/Haddenbrocker Straße gelegen. Kurz vor Erreichen des Friedrich-Ebert-Platzes folgt eine leichte Rechtskurve zum Tunnelbahnhof Remscheid Zentrum, der direkte Ausgänge zur Eberhardstraße, zum Friedrich-Ebert-Platz mit dem zentralen Busbahnhof und zur Fußgängerzone in der Alleestraße besitzt. Nach diesem Bahnhof schwenkt die Trasse nach Osten in die Bahnanlagen von Remscheid Hbf ein, wobei der Tunnel nach der Unterfahrung der Freiheitstraße endet.

Technische Daten und Kosten der Regiorapid-Strecke Essen - Düsseldorf/Remscheid

Die gesamte sternförmige Strecke von Essen über Heiligenhaus-Velbert bis zum Flughafen Düsseldorf und über Wuppertal bis Remscheid hat eine Länge von 68 km, wobei in Remscheid die etwas längere Trassenvariante (1) zugrunde gelegt ist. Der kleinste Haltestellenabstand (von Essen-Huttropstraße bis Essen-Bergerhausen) beträgt rund 1,3 km, die längste Distanz zwischen zwei Haltestellen (Heiligenhaus-Velbert - Düsseldorf Flughafen ICE) mißt rund 14 km. Der durchschnittliche Haltestellenabstand liegt bei gut 4 km.

Nur rund 7 km der gesamten Trasse verlaufen im Tunnel, was rund 10% der Streckenlänge entspricht. Mit Ausnahme von wenigen kurzen Teilstücken, die eben sind, wechseln sich bei der Regiorapid-Trasse ständig Abschnitte mit Steigungen und Gefälle ab. Die größte Steigung weist der Anstieg von Wuppertal nach Lichtscheid auf, wo mit einer Gradiente von bis zu 12% ein Höhenunterschied von 180 m überwunden wird. Auf der gesamten Strecke von Essen bis Remscheid befinden sich insgesamt sechs größere Steilrampen mit Steigungen von über 5%.

Die Höchstgeschwindigkeit des Regiorapid beträgt auf dem Weg von Essen nach Remscheid 250 km/h und von Heiligenhaus-Velbert nach Ratingen Süd entlang der großzügig trassierten A 44 bis zu 280 km/h. Die geringste Fahrgeschwindigkeit wird im Stadtbereich von Essen mit nur 100 bis 120 km/h erzielt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit - unter Berücksichtigung aller Zwischenhalte - beträgt von Essen Hbf bis Remscheid Hbf 91 km/h. Dies ist in etwa doppelt so schnell wie das Durchschnittstempo einer S-Bahn und entspricht fast der Durchschnittsgeschwindigkeit auf der ICE-Verbindung Köln - Duisburg - Dortmund (98 km/h). Zwischen Heiligenhaus-Velbert und Düsseldorf Flughafen Terminal beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit sogar 137 km/h. Der Regiorapid stellt somit eine "S-Bahn im ICE-Tempo" dar.

Für die Gesamtstrecke von Essen bis Remscheid sind rund 1,5 Mrd. DM an Baukosten zu veranschlagen, was etwa einem Zehntel der bislang kalkulierten Summe für den kompletten "Metrorapid" entspricht. Für den Streckenast von Heiligenhaus-Velbert nach Düsseldorf Flughafen ist mit Investitionskosten von 0,5 Mrd. DM zu rechnen.

Fahrzeiten des Regiorapid Essen - Düsseldorf/Remscheid

Per Computer-Fahrsimulation wurden Fahrzeiten für die Regiorapid-Züge ermittelt und exemplarische Fahrpläne erstellt, wobei ein 15-min-Takt zugrunde gelegt wurde. Im Stadtgebiet Remscheid wurde von der Trassenvariante (1) ausgegangen.
Für die beispielhafte Fahrt von Essen Hbf ab 10.00 Uhr über Wuppertal nach Remscheid ergibt sich der folgende Fahrplan:
Tab. 1: Exemplarischer Regiorapid-Fahrplan Essen - Remscheid

Essen Hbf ab | 10.00 | E-Huttropstraße | 10.02 | E-Bergerhausen | 10.03 | E-Holthausen | 10.05 | E-Kupferdreh | 10.08 | Velbert Nord | 10.11 | Heiligenhaus-Velbert | 10.13 | Wülfrath | 10.16 | Wuppertal Hbf | 10.21 | W-Lichtscheid | 10.23 | W-Ronsdorf | 10.25 | Remscheid-Hasten | 10.28 | Remscheid-Büchen | 10.30 | Remscheid Hbf an | 10.31 |

Die gesamte Fahrt mit dem Regiorapid von Essen Hbf bis Remscheid Hbf - und selbstverständlich auch in der Gegenrichtung - dauert nur 31 min. Dieselbe Zeit braucht man heute mit dem Zug für die kurze Teilstrecke allein von Wuppertal Hbf bis Remscheid.

Vom Flughafen Düsseldorf nach Remscheid über Wuppertal läßt sich der folgende Beispiel-Fahrplan aufstellen:

Tab. 2: Exemplarischer Regiorapid-Fahrplan
        Düsseldorf Flughafen - Remscheid

Düsseldorf Flughafen Terminal ab | 10.19 | Düsseldorf Flughafen ICE | 10.21 | Ratingen Süd | 10.24 | Heiligenhaus-Velbert | 10.28 | Wülfrath | 10.31 | Wuppertal Hbf | 10.36 | W-Lichtscheid | 10.38 | W-Ronsdorf | 10.40 | Remscheid-Hasten | 10.43 | Remscheid-Büchen | 10.45 | Remscheid Hbf an | 10.46 |

Wenn man das Flughafen-Terminal Düsseldorf als Startpunkt wählt, so ist der Bahnhof Heiligenhaus-Velbert in nur 9 min zu erreichen; bis Wuppertal Hbf benötigt der Regiorapid lediglich 19 min und bis Remscheid Hbf dauert die Fahrt gerade 27 min, also nicht einmal eine halbe Stunde.

Selbst wenn heute Zugverbindungen bestehen, was von und nach Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath gar nicht der Fall ist, bringt der Regiorapid gegenüber dem derzeitigen Angebot erhebliche Fahrzeitverkürzungen, und zwar in den meisten Fällen um zwei Drittel bis drei Viertel, gemessen an der bisherigen Fahrzeit. Aber auch die Fahrt von Essen zum Flughafen Düsseldorf wird durch den Regiorapid wesentlich attraktiver als die heutige Anreise mit der RE-Linie 11: Die Magnetbahn verkehrt alle 15 min (siehe unten) und nicht nur einmal pro Stunde, sie fährt direkt bis zum Terminal, so daß man sich das umständliche Umsteigen am neuen ICE-Bahnhof auf die H-Bahn des Flughafens erspart, und die Fahrzeit wird insgesamt um gut ein Drittel kürzer. Doch noch stärker profitieren Reisende, die von Wuppertal zum Flughafen Düsseldorf fahren, vom Regiorapid: Ihre Anfahrt verkürzt sich gegenüber der S-Bahn-Benutzung mit Umsteigen in Düsseldorf Hbf um rund 40 min, wie die Tab. 3 zeigt:

Tab. 3: Fahrzeitverkürzungen durch den Regiorapid Essen - Düsseldorf/Remscheid
gegenüber dem heutigen Zugangebot
Fahrzeit+ Fahrzeit
heute
Einsparung
in Prozent
Regiorapid
Essen Hbf - Essen-Bergerhausen13 min*3 min77%
Essen Hbf - Velbert-Mitte38 min*11 min71%
Essen Hbf -
Düsseldorf Flughafen Terminal
36 min**22 min39%
Velbert-Mitte - Wuppertal Hbf23 min10 min57%
Wuppertal Hbf -
Düsseldorf Flughafen Terminal
58 min***17 min71%
Wuppertal Hbf - Remscheid Hbf32 min10 min69%

* Busverbindung
** RE im Stundentakt bis Bf Düsseldorf Flughafen: 26 min, Umsteigen zur H-Bahn: 5 min, Fahrt mit H-Bahn bis Flughafen-Terminal: 5 min (geschätzt)
*** S 8 bis Düsseldorf Hbf, dann weiter mit S 7

Betriebs- und Linienkonzept des Regiorapid

Um ein attraktives Angebot zu schaffen, ist auf allen Streckenästen von Essen bis Remscheid und bis Düsseldorf Flughafen ganztägig ein 15-min-Takt vorgesehen. Dadurch finden die Begegnungen der Züge beider Fahrtrichtungen ("Zugkreuzungen") alle 7,5 min statt, und zwar genau in Essen-Holthausen, Heiligenhaus-Velbert, Wuppertal Hbf und Remscheid-Hasten bzw. Remscheid Nord sowie in Düsseldorf Flughafen ICE. Die 5 genannten Kreuzungsbahnhöfe müssen deshalb auf jeden Fall zweigleisig sein. Für den Betriebsablauf ist es jedoch vorteilhaft, wenn ein Teil der übrigen Bahnhöfe ebenfalls über zwei Gleise verfügt, damit Zugverspätungen besser abgefangen werden können. Die Teilstrecke zwischen zwei benachbarten Bahnhöfen ist hingegen prinzipiell eingleisig (siehe oben).

Da das Regiorapid-Konzept für das Rhein-Ruhr-Gebiet und das Bergische Land drei Streckenäste beinhaltet, liegt es nahe, auch drei Magnetbahn-Linien einzurichten, die alle über Heiligenhaus-Velbert verlaufen (siehe Abbildung 2):

(1) von Essen Hbf nach Düsseldorf Flughafen Terminal

(2) von Essen Hbf über Wuppertal Hbf nach Remscheid Hbf

(3) von Düsseldorf Flughafen Terminal über Wuppertal Hbf nach Remscheid Hbf.

Wie aus der Abbildung 2 ersichtlich ist, verkehren auf jedem der drei Streckenäste somit zwei Linien. Wenn jede Linie einen 30-min-Takt aufweist und zur anderen Linie desselben Astes um 15 min versetzt fährt, so entsteht der oben genannte 15-min-Takt auf jedem Streckenast. Für jede der drei genannten Relationen ergibt sich so alle 15 Minuten eine Fahrtmöglichkeit, und zwar immer abwechselnd einmal mit und einmal ohne Umsteigen in Heiligenhaus-Velbert.

Kombination von Regiorapid und Schienenverkehr

Verknüpfung in Essen, Düsseldorf und Wuppertal

Der Regiorapid ermöglicht in den Bahnhöfen Essen Hbf, Düsseldorf Flughafen ICE und Wuppertal Hbf neben dem Übergang zum Schienen-Fernverkehr (ICE, EC, IC, IR) optimale Umsteigebeziehungen zum DB-Regionalverkehr und zur S-Bahn. In Essen sind darüber hinaus auch Anschlüsse zur U-Bahn bzw. Straßenbahn und in Wuppertal zur Schwebebahn möglich.


Verknüpfung mit der S-Bahn in Düsseldorf Flughafen Terminal und Ratingen Süd

Im Bahnhof Düsseldorf Flughafen Terminal wird die Magnetbahn mit der S-Bahn-Linie S 7 verknüpft. Der Bahnhof Ratingen Süd schafft den Anschluß vom Regiorapid an die S 6 Richtung Düsseldorf Zentrum. Dieser neue Bahnhof sollte so angelegt werden, daß hier Magnet-Schwebezug und S-Bahn-Zug gleichzeitig am selben Bahnsteig halten, damit ein bequemes Umsteigen ohne Zeitverlust zwischen beiden Verkehrsmitteln möglich ist. In diesem Fall gelangt man von Heiligenhaus-Velbert in nur 19 min, von Velbert Nord in 21 min und von Wülfrath in 22 min zum Düsseldorfer Hauptbahnhof.

Reaktivierung des Schienen-Nahverkehrs und Verknüpfung mit dem Regiorapid in Heiligenhaus-Velbert

Der Regiorapid-Bahnhof Heiligenhaus-Velbert bietet die Chance zur Reaktivierung der ehemaligen Bahnlinie, die von Kettwig über Heiligenhaus, Velbert Mitte und Tönisheide nach Wülfrath geführt hatte. Diese Strecke ist als moderne Stadtbahn nach dem Vorbild von Karlsruhe zu betreiben: elektrische Straßenbahnfahrzeuge, die sowohl auf Eisenbahn- als auch auf Straßenbahn-Gleisen fahren können; kundengerechte Haltestellen in dichter Folge und in fußläufiger Entfernung zu den Wohnungen, Einkaufs- und Dienstleistungszentren; leicht merkbarer, dichter Fahrplantakt vom frühen Morgen bis Mitternacht. Im Stadtgebiet Velbert-Mitte ab dem Bahnhof Heiligenhaus-Velbert ist es sinnvoll, nicht mehr die stillgelegte Eisenbahntrasse zu verwenden, die ohnedies abschnittsweise für die Magnetbahn benötigt wird, sondern ein neues Stadtbahn-Gleis zu verlegen, das durch das Zentrum von Velbert verläuft und erst an der Stadtteilgrenze zu Tönisheide wieder in die ehemalige Bahnstrecke einschwenkt.

Modernisierung des Schienen-Nahverkehrs und Verknüpfung mit dem Regiorapid in Remscheid

In Remscheid ist der Hauptbahnhof der ideale Verknüpfungspunkt mit dem Schienen-Nahverkehr, dem die beiden Strecken nach Sohlingen-Ohligs und nach Wuppertal-Oberbarmen zur Verfügung stehen. Beide Linien sind auszubauen und mit modernen Nahverkehrstriebwagen zu befahren. Hinzu kommt die zu reaktivierende Bahnstrecke nach Wermelskirchen: Für diese ist südwestlich Remscheid-Lennep eine neue Abzweigung aus der Bahnlinie Remscheid - Wuppertal zu bauen, damit die Züge ohne Fahrtrichtungswechsel zwischen Remscheid Hbf und Wermelskirchen verkehren können. Im Fall der Magnetbahn-Variante (2) in Remscheid ist auch zu prüfen, ob die Strecke nach Remscheid-Hasten in Form einer Stadtbahn wieder in Betrieb genommen werden kann.

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